Louisiana befindet sich im Süden der Vereinigten Staaten, direkt am Golf von Mexiko. Der Bundesstaat gehört seit 1812 als 18. Staat zu den Vereinigten Staaten. Seinen Namen verdankt Louisiana dem französischen König Ludwig XIV., denn lange Zeit war das Gebiet eine französische Kolonie, bevor es 1803 mit dem berühmten „Louisiana Purchase“ an die USA verkauft wurde.
Bis heute spürt man in Louisiana dieses besondere Erbe. Französische, spanische, afrikanische und karibische Einflüsse haben eine Kultur geschaffen, die es so nirgendwo sonst in Amerika gibt – in der Musik, in der Küche und in der Lebensart der Menschen.
New Orleans – die Stadt des Jazz
Die bekannteste Stadt des Bundesstaates ist New Orleans, auch wenn die Hauptstadt Baton Rouge heißt. New Orleans gilt als Geburtsort des Jazz. Im French Quarter, dem ältesten Viertel der Stadt, reihen sich bunte Häuser mit schmiedeeisernen Balkonen aneinander. Auf der Bourbon Street wird bis spät in die Nacht Livemusik gespielt, und am Jackson Square treffen sich Straßenkünstler, Maler und Musiker.
Einmal im Jahr verwandelt sich die Stadt in eine riesige Bühne: Beim Mardi Gras, dem Karneval von New Orleans, ziehen prächtige Paraden durch die Straßen, und von den Wagen werden bunte Perlenketten in die Menge geworfen. Hunderttausende Besucher kommen jedes Jahr nur für dieses Fest.
Bayous, Sümpfe und der Mississippi
Auch die Natur von Louisiana ist einzigartig. Der Mississippi mündet hier nach mehr als 3.700 Kilometern in den Golf von Mexiko. Rund um das Flussdelta erstrecken sich die Bayous – langsam fließende Sumpfgewässer, gesäumt von Zypressen, an denen das typische Spanische Moos hängt. Bei einer Bootstour durch die Sümpfe kann man mit etwas Glück Alligatoren, Reiher und Schildkröten beobachten.
Das Atchafalaya-Becken ist das größte Sumpfgebiet der Vereinigten Staaten und ein echtes Paradies für Naturliebhaber.
Plantagen und Cajun-Kultur
Entlang des Mississippi zwischen New Orleans und Baton Rouge stehen zahlreiche historische Plantagenhäuser, wie die Oak Alley Plantation mit ihrer berühmten Allee aus jahrhundertealten Eichen. Sie erinnern an die Geschichte der Südstaaten, auch an deren dunkle Seiten.
Im Südwesten des Staates, im sogenannten „Acadiana“, leben die Cajuns – Nachfahren französischsprachiger Siedler aus Kanada. Ihre Musik mit Akkordeon und Geige und ihre würzige Küche mit Gerichten wie Gumbo, Jambalaya und Flusskrebsen haben Louisiana weltberühmt gemacht.
Wer Louisiana besucht, erlebt ein Stück Amerika, das ganz anders ist als der Rest des Landes – lebendig, musikalisch und voller Geschichte.
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