Die Golden Gate Bridge in San Francisco an einem sonnigen Tag, gesehen von Battery East, mit Fort Point im Vordergrund und den Marin Headlands im HintergrundFoto: Frank Schulenburg, <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Golden_Gate_Bridge_as_seen_from_Battery_East.jpg" rel="nofollow">Wikimedia Commons</a>, CC BY-SA 4.0

San Francisco liegt an der Nordspitze einer Halbinsel im US-Bundesstaat Kalifornien, eingerahmt vom Pazifik auf der einen und der weiten San Francisco Bay auf der anderen Seite. Mit rund 800.000 Einwohnern ist die Stadt überraschend klein, gilt aber als eine der schönsten und lebendigsten Metropolen der USA. Steile Hügel, bunte viktorianische Holzhäuser und der berühmte Nebel, der im Sommer oft vom Meer hereinzieht, prägen das Bild der Stadt.

Groß wurde San Francisco durch den Goldrausch von 1848/49: Innerhalb weniger Jahre wuchs das kleine Örtchen Yerba Buena zu einer Großstadt heran, in die Glücksritter aus aller Welt strömten. Das schwere Erdbeben von 1906 und der anschließende Großbrand zerstörten weite Teile der Stadt, doch San Francisco wurde rasch wieder aufgebaut. In den 60er Jahren machte das Viertel Haight-Ashbury die Stadt zum Zentrum der Hippie-Bewegung, der „Summer of Love“ 1967 ist bis heute legendär.

Das Wahrzeichen der Stadt ist die Golden Gate Bridge, die 1937 eröffnet wurde und mit ihrer orangeroten Farbe die Einfahrt in die Bucht überspannt. Nicht weit davon liegt mitten in der Bucht die Felseninsel Alcatraz, auf der sich von 1934 bis 1963 eines der berüchtigtsten Gefängnisse der USA befand – auch Al Capone saß hier ein. Die Fähren zur Insel legen am Pier 33 ab, Tickets sollte man allerdings schon einige Tage im Voraus buchen. Am Fisherman’s Wharf und am Pier 39, wo sich Hunderte Seelöwen in der Sonne räkeln, kann man anschließend frische Krabben und Clam Chowder im Sauerteigbrot probieren.

Ein Muss für jeden Besucher ist eine Fahrt mit den Cable Cars, den historischen Kabelstraßenbahnen, die seit dem 19. Jahrhundert die steilen Straßen hinauf- und hinunterrattern. Ebenso bekannt ist die Lombard Street, die sich in engen Kurven einen Hügel hinabschlängelt und als eine der kurvenreichsten Straßen der Welt gilt. Sehenswert sind außerdem Chinatown, eine der ältesten und größten chinesischen Gemeinden Nordamerikas, sowie die „Painted Ladies“, eine Reihe farbenfroher viktorianischer Häuser am Alamo Square.

Zwei Tipps für Reisende, die nicht so viel Geld ausgeben möchten: Der Spaziergang über die Golden Gate Bridge ist komplett kostenlos und bietet einen herrlichen Blick auf die Skyline und die Bucht. Auch der riesige Golden Gate Park mit seinen Gärten, Seen und Museen lädt zu einem entspannten Tag ein, und von den Twin Peaks hat man bei klarem Wetter die ganze Stadt im Blick. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, sollte einen Ausflug zu den mächtigen Küstenmammutbäumen im Muir Woods oder in die Weinregion Napa Valley einplanen.

Das Klima in San Francisco ist das ganze Jahr über mild und eher kühl. Im Sommer bleibt es wegen des Nebels oft frisch, die wärmsten und sonnigsten Monate sind September und Oktober. Regen fällt vor allem zwischen November und März, Frost gibt es dagegen so gut wie nie. Eine warme Jacke sollte man in San Francisco also auch im Juli immer dabeihaben.

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