Blick auf die Inka-Ruinenstadt Machu Picchu mit dem Berg Huayna Picchu im HintergrundMachu Picchu, Peru – Foto: Martin St-Amant, <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:80_-_Machu_Picchu_-_Juin_2009_-_edit.jpg">Wikimedia Commons</a>, Lizenz <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de">CC BY-SA 3.0</a>

Peru bzw. die República del Perú liegt an der Pazifikküste im Westen Südamerikas und grenzt an Ecuador, Kolumbien, Brasilien, Bolivien und Chile. Mit rund 1,28 Millionen Quadratkilometern ist es das drittgrößte Land des Kontinents – mehr als dreimal so groß wie Deutschland.

Kaum ein anderes Land Südamerikas vereint auf so engem Raum so unterschiedliche Landschaften. Geografisch wird Peru in drei große Regionen eingeteilt: die schmale, wüstenhafte Küste (Costa), das Andenhochland (Sierra) und das tropische Tiefland des Amazonas (Selva), das mehr als die Hälfte der Landesfläche einnimmt.

Auf den Spuren der Inka

Die bekannteste Sehenswürdigkeit des Landes ist zweifellos Machu Picchu. Die Ruinenstadt der Inka liegt auf rund 2.400 Metern Höhe auf einem Bergrücken über dem Urubamba-Tal und gehört seit 1983 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Erreichbar ist sie mit dem Zug oder – für Abenteuerlustige – zu Fuß über den mehrtägigen Inka-Trail.

Ausgangspunkt für einen Besuch ist Cusco, die einstige Hauptstadt des Inkareiches. Spanische Kolonialkirchen und Klöster wurden hier direkt auf den Mauern der Inka errichtet, deren fugenlos aneinandergefügte Steinblöcke bis heute jedes Erdbeben überstanden haben. Auch die Altstadt von Cusco zählt zum Weltkulturerbe.

Weitere Sehenswürdigkeiten

Die Hauptstadt Lima liegt direkt am Pazifik. Neben dem historischen Zentrum mit seinen Holzbalkonen und Kathedralen ist die Stadt vor allem für ihre Küche berühmt – Gerichte wie Ceviche, roher Fisch in Limettensaft, haben die peruanische Gastronomie weltweit bekannt gemacht.

Im Süden des Landes geben die Nazca-Linien bis heute Rätsel auf: riesige, in den Wüstenboden gescharrte Figuren von Tieren und geometrischen Formen, die sich nur aus der Luft vollständig erkennen lassen. Ebenfalls einen Besuch wert sind Arequipa, die „weiße Stadt“ am Fuße des Vulkans Misti, sowie der nahegelegene Colca-Canyon, in dem man mit etwas Glück Andenkondore beobachten kann.

An der Grenze zu Bolivien liegt auf rund 3.800 Metern Höhe der Titicacasee, der als höchstgelegener schiffbarer See der Welt gilt. Bekannt sind die schwimmenden Schilfinseln der Uros, die bis heute bewohnt werden. Im Amazonasgebiet wiederum locken Regenwald-Lodges rund um Iquitos und Puerto Maldonado mit einer überwältigenden Artenvielfalt.

Klima und Reisezeit

Das Klima in Peru ist je nach Region sehr unterschiedlich. An der Küste ist es durch den kalten Humboldtstrom das ganze Jahr über trocken; im Winter liegt oft ein grauer Nebel, die „Garúa“, über Lima. Im Andenhochland herrscht von Mai bis September Trockenzeit mit sonnigen Tagen und kalten Nächten – die beste Reisezeit für Machu Picchu und Cusco. Von Dezember bis März ist Regenzeit. Im Amazonastiefland ist es ganzjährig heiß und feucht.

Amtssprache ist neben Spanisch auch Quechua, die Sprache der Inka, sowie in einigen Regionen Aymara. Wer Kultur, Geschichte und spektakuläre Natur verbinden möchte, findet in Peru eines der vielseitigsten Reiseziele Südamerikas.

Titelbild: Machu Picchu – Foto von Martin St-Amant, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

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