Das Capitolio in Havanna mit Palmen und einem blauen Oldtimer im Vordergrund, KubaFoto: AndyLeungHK / Wikimedia Commons, CC0

Kuba ist die größte Insel der Karibik und erstreckt sich über rund 1.250 Kilometer zwischen dem Golf von Mexiko und dem offenen Karibischen Meer. Kaum ein anderes Land der Region hat eine so eigene Atmosphäre: koloniale Altstädte, amerikanische Straßenkreuzer aus den 1950er-Jahren, Tabakfelder, weiße Strände und Musik an fast jeder Straßenecke.

Die wechselvolle Geschichte – von der spanischen Kolonialzeit über die Revolution von 1959 bis heute – ist überall sichtbar. Gerade diese Mischung aus Verfall und Lebensfreude macht für viele Reisende den besonderen Reiz der Insel aus.

Havanna – Altstadt, Malecón und Oldtimer

Die Hauptstadt Havanna ist das Herz des Landes. Die Altstadt Habana Vieja mit ihren Plätzen, Kirchen und Kolonialpalästen gehört seit 1982 zum UNESCO-Welterbe. Besonders schön sind die Plaza de la Catedral und die Plaza Vieja; nicht weit entfernt erhebt sich das Capitolio mit seiner mächtigen Kuppel.

Am Abend trifft sich halb Havanna am Malecón, der rund acht Kilometer langen Uferpromenade. Eine Fahrt in einem der bunten Oldtimer-Cabrios gehört für viele Besucher ebenso dazu wie ein Abend mit Livemusik in einer der Bars der Altstadt.

Trinidad, Viñales und der Westen

Trinidad an der Südküste ist eine der am besten erhaltenen Kolonialstädte der Karibik. Kopfsteinpflaster, pastellfarbene Häuser und der Glockenturm des Convento de San Francisco prägen das Stadtbild. Zusammen mit dem benachbarten Valle de los Ingenios, dem Tal der Zuckermühlen, ist Trinidad UNESCO-Welterbe. Auch die Hafenstadt Cienfuegos mit ihrer französisch geprägten Architektur lohnt einen Abstecher.

Im Westen der Insel liegt das Tal von Viñales mit seinen markanten Kalksteinhügeln, den Mogotes. Hier wächst ein Großteil des kubanischen Tabaks; bei einem Besuch auf einer Tabakfarm lässt sich zuschauen, wie die berühmten Zigarren von Hand gerollt werden.

Strände, Santiago de Cuba und Musik

Kubas bekanntester Badeort ist Varadero auf einer schmalen Halbinsel östlich von Havanna. Ruhiger geht es auf den vorgelagerten Inseln wie Cayo Coco, Cayo Guillermo oder Cayo Santa María zu, die über lange Dämme mit dem Festland verbunden sind.

Im Osten liegt Santiago de Cuba, die zweitgrößte Stadt des Landes. Sie gilt als Wiege des Son, aus dem sich später die Salsa entwickelte, und ist stark afro-karibisch geprägt. Im Juli feiert die Stadt ihren berühmten Karneval.

Klima und beste Reisezeit

Kuba hat ein tropisches Klima mit Temperaturen von meist 25 bis 30 Grad. Die beste Reisezeit ist die Trockenzeit von etwa November bis April, wenn es sonnig und weniger schwül ist.

Von Mai bis Oktober ist Regenzeit mit kurzen, kräftigen Schauern. Die Hurrikansaison dauert von Juni bis November, mit dem höchsten Risiko im September und Oktober. Wer Menschenmassen meiden möchte, reist am besten im November oder im April.