Arizona liegt im Südwesten der Vereinigten Staaten und grenzt im Süden an Mexiko. Am 14. Februar 1912 wurde Arizona als 48. und damit letzter Bundesstaat des zusammenhängenden Festlands in die USA aufgenommen. Der Name geht vermutlich auf einen Ort der Tohono O’odham zurück, was so viel wie „kleine Quelle“ bedeutet – ein passender Name für ein Land, in dem Wasser ein kostbares Gut ist.
Arizona ist das Land der Wüsten, Canyons und roten Felsen. Rund ein Viertel der Fläche gehört Reservaten der amerikanischen Ureinwohner, allen voran der Navajo Nation, dem größten Reservat der USA. Die Hauptstadt Phoenix ist zugleich die größte Stadt des Bundesstaates und eine der am schnellsten wachsenden Metropolen des Landes.
Der Grand Canyon – ein Naturwunder
Das berühmteste Ziel des „Grand Canyon State“ ist natürlich der Grand Canyon selbst. Über Millionen von Jahren hat sich der Colorado River hier bis zu 1.800 Meter tief in das Gestein gegraben, die Schlucht ist rund 450 Kilometer lang. Der South Rim ist das ganze Jahr über geöffnet und bietet von Aussichtspunkten wie Mather Point oder Hopi Point atemberaubende Blicke, besonders bei Sonnenauf- und -untergang. Der höher gelegene North Rim ist ruhiger, aber nur von Mitte Mai bis Mitte Oktober erreichbar.
Rote Felsen, Canyons und Wildwest-Kulisse
Rund um das Städtchen Sedona leuchten gewaltige rote Sandsteinfelsen wie der Cathedral Rock oder der Bell Rock – ein Paradies für Wanderer und Mountainbiker. Im Norden, an der Grenze zu Utah, ragen im Monument Valley die berühmten Tafelberge aus der Ebene, die aus unzähligen Westernfilmen bekannt sind. Bei Page windet sich der Colorado River in einer perfekten Schleife um den Horseshoe Bend, und im nahen Antelope Canyon fällt das Licht in schmalen Strahlen durch die geschwungenen Felswände.
Saguaro-Kakteen und Route 66
Im Süden Arizonas, rund um Tucson, wachsen die riesigen Saguaro-Kakteen, die bis zu 15 Meter hoch und über 150 Jahre alt werden können. Im Saguaro National Park kann man zwischen ihnen wandern. Nostalgiker zieht es dagegen an die legendäre Route 66: In Orten wie Seligman, Williams oder Kingman scheinen die 1950er Jahre mit Diners, Neonschildern und alten Tankstellen noch lebendig zu sein.
Klima und beste Reisezeit
Arizona hat ein trockenes Wüstenklima, das je nach Höhenlage stark variiert. Im Sommer klettern die Temperaturen in Phoenix oft über 40 Grad, während es am Grand Canyon deutlich kühler bleibt und im Winter sogar Schnee fallen kann. Die besten Reisezeiten sind daher das Frühjahr von März bis Mai und der Herbst von September bis November, wenn die Temperaturen angenehm sind und die Wüste nach den Regenfällen sogar zu blühen beginnt.
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